Pampasgras – der elegante Hingucker für Ihren Garten

Es gibt Pflanzen, die sofort eine besondere Stimmung erzeugen – Pampasgras (lateinisch: Cortaderia selloana) gehört zweifellos dazu. Mit seinen hohen, weich wirkenden Blütenwedeln bringt es eine Mischung aus Leichtigkeit und Grandezza in den Garten, die an weite Landschaften erinnert und gleichzeitig wunderbar modern wirkt. Wo es steht, zieht es die Blicke auf sich und schafft eine Atmosphäre, die ruhig und zugleich beeindruckend ist.

Schon im Austrieb zeigt sich das kräftige, überhängende Blattwerk, das im Laufe des Sommers einen dichten Horst bildet. Spätestens ab Spätsommer entfalten sich dann die großen, seidigen Wedel – mal silbrig-weiß, mal leicht cremefarben –, die im Sonnenlicht regelrecht leuchten. Selbst im Winter, wenn der Garten zur Ruhe kommt, behalten sie ihren besonderen Zauber.

Standort & Boden – worauf Sie achten sollten

Pampasgras liebt helle Plätze und zeigt seine ganze Pracht dort, wo die Sonne ungehindert den Tag bestimmen darf. Besonders gut gedeiht es auf durchlässigen, humosen Böden, die Feuchtigkeit speichern, ohne Staunässe zu verursachen. Ein geschützter Platz ist ideal, denn die hohen Halme reagieren empfindlich auf starke Windböen.

Wer den Boden vor dem Pflanzen sorgfältig vorbereitet, legt den Grundstein für ein gesundes Wachstum. Etwas Kompost sorgt für Nährstoffe, und eine lockere Bodenstruktur ermöglicht den Wurzeln, sich kräftig auszubreiten.

Pflanzung & Pflege – so gelingt’s

  • Pflanzzeit: Am besten im späten Frühjahr (nach den Eisheiligen), wenn keine Frostgefahr mehr besteht. So kann das Pampasgras gut anwachsen.
  • Boden vorbereiten: Bei eher nährstoffarmen Böden vor dem Pflanzen Kompost oder organischen Dünger einarbeiten.
  • Gießen & Düngen: Pampasgras verträgt Trockenperioden besser als Staunässe. Bei magerem Boden jährlich organischen Dünger geben, um kräftige Blütenrispen zu fördern — Überdüngung vermeiden!
  • Rückschnitt: Erst im späten Frühjahr — wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind — alte Halme bodennah schneiden. Dabei unbedingt Handschuhe tragen, da die Blätter scharfkantig sind.
  • Winterpflege: Das Laub belassen und den Blattschopf im Spätherbst zusammenbinden — so bleibt das Herz der Pflanze trocken und gut geschützt. Bei starken Böden mit viel Winternässe empfiehlt sich zusätzlich Reisig oder Vlies.

Eindrucksvolle Partner im Beet

Wer Pampasgras in Szene setzen möchte, kann es hervorragend als Solitärpflanze nutzen. Doch auch in Kombination entsteht oft ein besonders lebendiger Gesamteindruck. Filigrane Stauden mit feinem Laub oder zarten Blüten bilden einen schönen Kontrast zu den kraftvollen Horsten. Gleichzeitig gibt der hohe Wuchs des Ziergrases benachbarten Pflanzen Struktur und Ruhe.

Bei der Planung ist es hilfreich, etwas Großzügigkeit einzuplanen: Mit den Jahren entwickelt Pampasgras eine stattliche Breite, die seinem majestätischen Charakter nur zugutekommt.

Fazit: Pampasgras – ein Ziergras mit Charakter

Pampasgras vereint Höhe, Struktur und Blühfreude — und das über viele Monate hinweg. Für Gärten, die mit wenigen, starken Blickfängen arbeiten wollen, ist es eine Top-Wahl. Wenn Sie den richtigen Standort wählen und die Pflege nicht vernachlässigen, belohnt es Sie mit prachtvollen, silbrig-weißen oder rosé-schimmernden Wedeln und einer ganz eigenen, eleganten Stimmung.

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